Eine neue Hoffnung
In diesem Beitrag schreibe ich über das aktuelle und das kommende Jahr. Einerseits gehe ich auf meine persönliches Empfinden ein, andererseits auf die politische Lage. Konstruktive Kommentare zum Jahreswechsel werden im Gästebuch immer gerne gelesen. Auch Tipps, Hinweise und Wünsche für die erfolgreiche Zukunft des Blogs im Jahr 2016 sind erwünscht.

Das Jahr 2015 neigt sich zum Ende hin. Das Fernsehprogramm ist regelrecht gepflastert mit Rückblicken. Und auch in diesem Eintrag komme ich nicht darum herum.
Ich kann stolz auf die diesjährigen zwölf „langen“ Einträge, die sechs Kurzbeiträge und alle anderen Texte auf diesem Blog zurückblicken. Es waren nachdenkliche, amüsante und mitnichten auch zweifelhafte Themen, die mich in diesem Jahr bewegt haben und die ich in meinen Texten behandelte. Auf der einen Seite erschienen Beiträge über Einsamkeit, Anderssein und Konsumerismus - auf der anderen Seite Beiträge zu Halloween, dem Volksfest und Wichteln. Unterschiedlicher könnten die Themata eines Blogs wohl kaum sein. Und trotz alledem erfreue ich mich einer ständig wachsenden Leserschaft. Vielleicht ist es diese Mischung, diese Mischung aus heiter und nachdenklich, aus Fachlichkeit und abstrusem Gedankengut, die diesen Blog so einzigartig machen, die ihn am Leben erhält.
Grundsätzlich hat mir die Arbeit an diesem Blog in diesem Jahr sehr viel Freude bereitet. Sie wurde zu einem essentiellen Punkt in meinem Leben, einer meiner besten Entscheidungen, einer „Berufung“ - und das, obwohl dieses Projekt anfangs nur als Test angesehen war. Ein Test, der zeigen sollte, ob sich Menschen für mein Leben, meine Denkweise, meine Person interessieren, in dem ich mich selbst beweisen musste.
Vorbereitet hatte ich mich auf den Blog nicht. Es kam einfach auf mich zu. Der Gedanke hatte sich schon lange in meinem Kopf festgesetzt. Ich begann einfach zu schreiben, ohne Erfahrung, ohne Ahnung, ohne Zukunftsgedanken. Ich startete diese Seite in der Hoffnung, Menschen mit meinen Beirägen zu bewegen, zu unterhalten, aber auch nachdenklich zu stimmen. Dass ebendies schon nach drei Monaten ein solches Ausmaß annehmen sollte, war am Anfangspunkt unvorstellbar. Damit, dass ich als Autor in kürzester Zeit mit Haufen von positiven Rückmeldungen konfrontiert werden sollte, hätte ich niemals gerechet. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle Leser, Kommentatoren und Kollegen, ohne die ein rationaler Konfuser und dessen junger Blog wohl nicht das wären, was sie momentan sind.
Das politische Jahr 2015 war hingegen durch viele Schatten geprägt: Terroranschläge, Korruptionen, Skandale, Krieg und Tod. Ein Jahr, in dem scheinbar die Welt aus den Fugen geriet. Wir mussten unsere Kultur und Freiheit verteidigen und uns vielen Herausforderungen stellen, die uns auch in Zukunft noch begleiten werden: Flüchtlinge und Klimaerwärmung zum Beispiel, um nur einige zu nennen. Ein schönes Jahr war es wahrlich nicht, das (noch) aktuelle. Wie häufig stürzten uns Nachrichten über Attentate in Paris, den Suizid eines Kopiloten oder auch das Sterben einzelner, geliebter Menschen in eine solch tiefe Trauer wie im Jahre 2015?
Ein Jahreswechsel ist kein Neuanfang, aber dennoch eine Chance, das Vergangene hinter sich zu lassen, das Schreckliche zu bekämpfen, die Fehler zu revidieren und zu unserer alten Lebensfreude zurückzufinden, die uns einst prägte. 2016 wird ein Jahr der Möglichkeiten. Es liegt nun an uns, ebendiese zu ergreifen. Wir haben die Zukunft in der Hand, wir können das Zukünftige bestimmen. Ein neues Jahr ist eine neue Hoffnung. Eine Hoffnung, die hoffentlich nicht allzu schnell wieder erlischt.
Und somit gelangen wir ans Ende dieser kurzen und letzten Nachdenkrunde in diesem Jahr. Was bleibt noch zu sagen? Ich fasse mich kurz. Anfang Januar wird das Aussehen dieser Seite minimal geändert, ansonsten bleibt alles beim Alten. Ich wünsche euch allen zuletzt ein frohes Silvesterfest und ein unfallfreies Rutschen ins neue Jahr.
Ich verabschiede mich ein letztes Mal im Jahr 2015:
Auf baldiges Wiedersehen!
S. Klein

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